Neuartige Sehhilfe für Blinde?

Wissenschaftler der Universität Bonn wollen jetzt auch den Tastsinn für die Kommunikation nutzen. 

SMS-Nachrichten ließen sich dann beispielsweise mit den Fingerkuppen lesen, das Autolenkrad könnte in einer unübersichtlichen Verkehrssituation warnen oder über den richtigen Weg informieren. Eine spezielle Software entwickelt dazu individuell für jeden Nutzer das am besten passende ‚Tast-Vokabular’.

Möglichkeiten zur Anwendung ihrer Idee sehen die Entwickler unter anderem in der Medizintechnik bei der Wiedergabe akustischer Signale für Gehörlose oder als Sehhilfe für Blinde. Unser Tastsinn kann noch Vibrationen mit einer Auslenkung von weniger als 0,01 Millimeter wahrnehmen – und das noch in einer Frequenz von bis zu 500 Schwingungen pro Sekunde.

‚Natürlich wollen wir über den taktilen Kanal keine Buchstaben übertragen’, erklärt Prof. Dr. Rolf Eckmiller von der Universität Bonn dazu. ‚So können wir dem Auge keine Konkurrenz machen. Uns geht es um die schnelle Übermittlung von Sinneinheiten wie „ich”, „du”, „in einer Stunde”, oder „nach Bonn”, so dass man beispielsweise über ein entsprechend ausgestattetes Handy per SMS den Tast-Satz „ich bin in einer Stunde zu Hause” übertragen könnte’.

Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.nero.uni-bonn.de.

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