Die Netzhaut

Die Retina ist das Sehzentrum des Auges.

Vergleicht man das menschliche Auge mit dem Prinzip der Fotokamera, so kann man die Netzhaut auch als den „Film“ des Auges bezeichnen. Die Bilder, die das menschliche Auge „sieht“, werden auf der Netzhaut abgebildet. Die Netzhaut besteht aus einer Vielzahl von Sehzellen (Photorezeptoren).

Die Netzhaut selbst ist ein sehr stabiles System, das auch im hohen Alter durchaus noch volle Leistung erbringen kann. Dennoch kommt es häufig zu altersbedingten Netzhauterkrankungen, die aber sehr häufig mit anderen Erkrankungen zusammen auftreten. Zu nennen ist die häufigste Netzhauterkrankung, die diabetische Retinopathie, die häufig bei zuckerkranken Menschen im Alter auftritt, aber auch bei jungen insulinpflichtigen Diabetikern.

Immer häufiger ist aber auch aufgrund der heute bestehenden langen durchschnittlichen Lebenserwartung die AMD (altersabhängige Macula-Degeneration).

Zu erkennen sind Netzhauterkrankungen, Aderhauterkrankungen und Erkrankungen des Sehnerven und der zentralen Netzhaut durch die Untersuchung des Augenhintergrundes, die bei chronischen Erkrankungen, welche mit Netzhautveränderungen einhergehen können, aber auch sonst in regelmäßigen Intervallen stattfinden sollte.

Für erfolgreiche Therapieoptionen zum Erhalt der Sehfunktion ist eine möglichst frühe Diagnosestellung wichtig.
Normalerweise ist für eine gründliche Untersuchung des Augenhintergrundes eine medikamentöse Pupillenerweiterung erforderlich, die den Patienten für einige Stunden in seinen Sehfunktionen einschränkt und vorübergehend fahruntüchtig macht.

Inzwischen besteht aber auch die Möglichkeit, bei enger Pupille mit einer speziellen Weitwinkelkamera, die mit zwei gebündelten Lichstrahlen (unschädliche Laser) die Netzhaut erfasst, eine hochauflösende Panoramaaufnahme des Augenhintergrundes aufzunehmen, anhand derer Netzhaut-, Aderhaut-, Sehnerven-, Macula– und Gefäßerkrankungen erkannt werden können (OPTOMAP).
Entscheidender Vorteil dieser Methode ist die fehlende Beeinträchtigung und die gleichzeitige Fotodokumentation zur Verlaufskontrolle.
Dennoch wird zur Klärung eines unklaren Befundes eine Pupillenerweiterung nicht in allen Fällen zu vermeiden sein.

Wir bieten diese Möglichkeit der Netzhautdiagnostik in unserer Praxis an, entsprechende Informationen sind bei uns und im Internet erhältlich.

Die Netzhaut steht auch im Mittelpunkt vieler Forschungen. Wissenschaftler befassen sich mit der „künstlichen“ Retina und Retina-Implantaten.

Dres. Hyppa

Essenweinstraße 6
D-76131 Karlsruhe
Tel.: 0721/69 74 56
Fax.: 0721/966 32 61
eMail: dr.michael.hyppa@t-online.de

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